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Auch aus Umweltschutzgründen - Vollbetrieb für die MVA Weisweiler wünschenswert
13.09.10
„Wir haben in Weisweiler eine Müllverbrennungsanlage auf dem technisch bestmöglichen Stand, die optimal geführt wird und den Bürgern höchste Sicherheit bietet. Diese High-Tech-Qualität erhalten sie für einen angemessenen Preis.
Die Vorstellung, durch das Stilllegen der dritten Verbrennungsstraße Geld sparen zu können, ist abwegig. Auch aus Umweltschutzgründen ist Vollbetrieb wünschenswert, eben weil die Anlage so hervorragende Rauchgasfilter hat“, stellte Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt in Weisweiler vor der Presse fest. Gemeinsam mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp, Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram sowie AWA-Geschäftsführer Ulrich Koch trat er dem Vorschlag der Grünen entgegen, einen Teil der MVA stillzulegen und diesen als Ersatzteillager für die verbleibenden beiden Verbrennungsstraßen zu nutzen. „Auf diese Weise lässt sich unser hoher Standard nicht halten“, waren sich die in den Gremien der Abfallentsorgung politisch Verantwortlichen einig und bewerteten den Vorstoß der Grünen als „Milchmädchenrechnung im Sommerloch“.
Eine konkrete Zahl nannte Helmut Etschenberg: 30,97 Euro koste die Müllentsorgung in der Region pro Bürger und Jahr. 2011 könnten die Kosten sogar um eine Million Euro gesenkt werden, prognostizierte er. Selbst der als besonders kritisch bekannte Bund der Steuerzahler NRW habe festgestellt, dass die Bürger in der Städteregion sowie den Kreisen Düren und Heinsberg finanziell nicht überstrapaziert würden, da die Gebühren landesweit im mittleren Preissegment lägen.
Wie die anderen Verbrennungsanlagen in NRW, so ist auch die in Weisweiler voll ausgelastet. „Da wäre es fahrlässig, Kapazitäten zu reduzieren“, so Landrat Spelthahn. Zumal zu erwarten sei, dass die neue Landesregierung bei der Müllverbrennung zum alten Nähe-Prinzip zurückkehrt. Dann wäre auch der Kreis Heinsberg verpflichtet, den Müll seiner Bürger dauerhaft in Weisweiler verbrennen zu lassen.